Sonntag, 7. Februar 2016

Das Single-Filet

Meine Lieblingsehfrau hat angerufen und mich gebeten ein Lachsfilet aufzutauen, sie will ein Gericht ausprobieren.[1] Eines, nicht zwei. Nun sind aber in jeder Packung zwei drin. Ein eisames Single-Lachsfilet soll also verwaist und verlassen im Tiefkühler zurückbleiben? Was machte es denn dann den ganzen Tag so ohne passender Gesellschaft? Nein, dieses grausame Schicksal muss verhindert werden. Dieses Filet will gegessen werden.
Was mach man nun mit einem Stück Lachsfilet? Kurz im Ganzen braten und mit Reis servieren? Im Ofen gemeinsam mit Zwiebel, Knoblauch und Erdäpfeln schmoren? Nein, heute habe ich einmal Lust auf etwas anderes: Nudeln mit Lachs in Cremesauce.
Zutaten für Nudeln mit Lachs in Cremesauce
Das ist eigentlich eine ganz einfache Angelegenheit, alles was man braucht sind irgendwelche Nudeln (meine Wahl fiel heute auf Fleckerl), etwas Crème Fraîche und Obers, Salz, Pfeffer und Gewürze nach Belieben, zum Beispiel Dill und Majoran, oder aber, so wie ich heute, etwas Oregano und ein wenig Rosmarin. Natürlich kann man auch noch Knoblauch dazugeben - außer bei Süßspeisen passt fast immer Knoblauch. Ein Blick durch die Küche hat mir noch die Eingebung gebracht das Gericht mit ein paar Kirschparadeisern zu variieren. Paradeiser sind immer gut und machen schwere Sachen (Cremesauce!) wesentlich leichter.
Der  Lachs und die Paradeiser werden klein gewürfelt und gewürzt. Crème Fraîche mit etwa halb so viel Obers vermengen. Während die Nudeln kochen[2] wird zuerst der Lachs in einer Pfanne in Olivenöl scharf angebraten, dann die Paradeiser zugegeben, kurz beides zusammen gebraten und aus der Pfanne genommen und auf einem Teller zur Seite gestellt.
Die Mischung aus Crème Fraîche und Obers wird in die Pfanne gegossen, aufgekocht und dann ein paar Minuten einreduziert. Die Temperatur reduzieren, den Lachs und die Paradeiser in die Sauce legen, die Nudeln abgießen und ebenfalls in die Sauce legen. Das Ganze in der Pfanne noch zwei Minuten ziehen lassen und anrichten. Es zahlt sich immer aus die Nudeln im Salzwasser nur fast fertig zu kochen und dann erst in der Sauce fertig garen zu lassen.
Nudeln mit Lachs in Oberssauce
Die Portion aus den Zutaten, so, wie oben abgebildet, war für mich recht reichlich. Vermutlich ist sie für zwei Personen mit einer Suppe vorher gerade richtig.
Eines der wirklich tollen Dinge an dem Gericht ist die Variierbarkeit. Man kann fast nach Belieben Gewürze nehmen, sei es, wie oben erwähnt Dill und Majoran, oder etwas mehr dem Süden zugewandt Rosmarin und Oregano, aber natürlich auch zum Beispiel Chilli und Kurkuma um dem Ganzen, eventuell noch mit einem Schuss Sojasauce[3] einen asiatischen Touch zu geben. Oder man ersetzt die Paradeiser durch etwas blanchierten Blattspinat, würzt mit einer Prise Muskat und rührt nach dem Aufkochen etwas Parmesan in die Sauce.

[1] Nein, darüber werde ich nicht auch noch schreiben. Soll sie doch ihren eigenen Kochblog machen.
[2] Das Anbraten von Lachs und Paradeisern und die Sauce brauchen nicht ganz zehn Minuten. Die Nudeln sollten genau fertig werden wenn man den Lachs wieder in die Sauce gibt. Vorsicht also bei frisch selber gemachter Pasta - die darf man erst später hineingeben.
[3] Vorsicht dann mit dem Salz!

Mittwoch, 3. Februar 2016

Interludium

KnoblauchWir waren vergangenes Wochenende nicht zu Hause und haben daher auch nicht selber gekocht. In der Zwischenzeit hier ein kleines Zwischenspiel über Knoblauchpaste. Ich verbrauche recht viel Knoblauch beim Kochen und es gibt kaum etwas lästigeres als diesen bei den Vorbereitungen auch noch schälen und geeignet schneiden, hacken, zerdrücken oder sonst etwas zu müssen. Also waren wir irgendwann einmal auf die Idee gekommen eine fertige Paste aus Knoblauch zu machen. Dann hat man nur einmal alle paar Wochen oder Monate die Arbeit.
Mir fällt momentan kein Gericht ein in das Knoblauch kommt und gleichzeitig kein Fett und kein Salz. Die Basis der Paste wird also (außer Knoblauch) Olivenöl sein und es kommen auch gleich zwei kräfitge Prisen Salz hinein.
Knoblauch in OlivenölZuerst muss man den Knoblauch natürlich schälen, der lästigste Teil der Arbeit und der Hauptgrund, warum ich überhaupt auf die Idee komme eine Paste vorzubereiten. Wenn man die aus der Knolle gelösten Knoblauchzehen kurz etwas zusammendrückt (nicht zerdrücken, nur etwas zusammendrücken bis sich die Schale von der eigentlichen Zehe löst) und den Wurzelteil (der untere, harte Teil) abschneidet, dann kann man meisten mit ein paar Handgriffen die restliche Schale ablösen die fortan einem auf den Fingern klebt und sich von dort nur mehr schwer lösen lässt.
fertige PasteDie Knoblauchzehen kommen in einen geeigneten Behälter (mein Stabmixer hat praktischerweise einen, passenden mitgeliefert) und werden mit Olivenöl fast bedeckt. Wieviel Öl man nimmt bestimmt am Ende die Konsistenz. Ich habe meine Paste gerne ein wenig dicker, darum gebe ich
etwas weniger Öl. Wie schon erwähnt gebe ich auch zwei kräftige Prisen Salz (so viel ich zwischen
drei Finger nehmen kann) dazu. Für die Haltbarkeit ist aber größtenteils das Öl verantwortlich. Die Knoblauchzehen werden nun mit dem Stabmixer gut pürriert bis sie eine schöne, glatte Paste ergeben die dann in ein Glas gefüllt wird. Wenn der Knoblauch sehr jung und frisch ist oder bereits etwas ausgetrieben hat, dann kann die Paste durchaus auch grünlich werden. Das ist erfahrungsgemäß kein Problem.